Die Vorwerker Diakonie gGmbH, die Palliativnetz Travebogen gGmbH, die Lübecker Hospizbewegung e.V. und Die Muschel e.V. wollen gemeinsam den Bau eines Hospiz- und Palliativzentrum in Lübeck realisieren.

Alle Kooperationspartner gestalten seit langem die Palliativarbeit in Lübeck. Durch die wachsende Zahl der hilfsbedürftigen Menschen sowie die steigende Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stoßen die Partner an ihre baulich-räumliche Grenze. Um die vorhandenen Ressourcen künftig besser nutzen zu können, werden in dem Zentrum die vier Netzwerkpartner unter einem Dach, auf einem Grundstück arbeiten:

Das stationäre Hospiz für mindestens zwölf Patienten, das Palliativzentrum mit Tageshospiz, Beratungsambulanz, ambulantem Pflegedienst, SAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativ Teams), die Akademie Travebogen mit ihrem Schulungsangebot für alle Berufsgruppen im palliativen Kontext wie auch für Laien, Büros für die Koordination von Ehrenamtlern sowie Räume für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst.

Ein Café und wechselnde kulturelle Veranstaltungen werden für alle interessierten Menschen offen sein.

Ein geeignetes Grundstück für das Zentrum wird gesucht. 

Dieses Zentrum soll einen besonderen Platz im Leben in der Hansestadt Lübeck und der Region einnehmen. So, wie die Menschen, die wir betreuen und begleiten auch einen besonderen Platz in unserer Gesellschaft haben sollten.

Hier können Sie sich die Absichtserklärung der Kooperationspartner ansehen

 

 

     EIN HAUS FÜR LÜBECK

 

      Brodmann

 1. Preis ging an Anton Brodmann und Sabrina Ebener

 

Unser Traum ist ein Ort,

an dem Travebogen, die Netzwerkpartner, Patienten und ihre Zugehörigen sowie alle interessierten Menschen der näheren und weiteren Umgebung unter einem Dach zusammenkommen können.

Ein Haus,

das schon von außen zum Reinkommen einlädt, das durch seine freundliche Atmosphäre den Besuchern ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt.

Ein Ort,

an dem kranke und gesunde Menschen Mut schöpfen, Ruhe finden, in den Garten schauen, Menschen treffen und an dem es immer jemanden gibt, der ihnen zuhört.

Ein Ort,

an dem es Antworten auf alle Fragen zur palliativen Medizin gibt.

Ein Ort,

an dem Interessierte in „Letzte Hilfe Kursen“ lernen, was sie für ihre Mitmenschen am Ende des Lebens tun können.

Ein Café,

in dem auch Nachbarn einfach mal auf einen Tee reinschauen oder man sich auf einen Mittagsimbiss mit Freunden verabredet, wo es eine Leseecke gibt, wechselnde Ausstellungen gezeigt werden, Kulturelles angeboten wird.

Ein Spielplatz,

der gemeinsam von kranken und gesunden Kindern genutzt werden kann.Weil „was mehr als alles andere zählt, ist, nicht die Freude am Leben zu verlieren angesichts der Angst vor dem Sterben“ schrieb einmal Maggi Keswick Jencks, die Initiatorin der Maggie’s Centres, den ambulanten Krebszentren in Großbritanien.

Wir planen diese Haus auch mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen, Verständnis und Empathie zu wecken, Ansichten zu erweitern, damit ein Miteinander kranker und gesunder Menschen entstehen kann.

28 Studierende des Masterstudiengangs Architektur der Fachhochschule Lübeck haben für das Leitbild „Architektur für den Menschen“ 10 verschiedene Entwürfe für ein solches Zentrum erarbeitet, in mehr als 4.000 Arbeitsstunden.

 

mantel Mantel innen

1. Preis Rundbau Thilo Arne Kraatz, Nico Nummsen, Tobias Waag; Begegnungszentrum unter schützendem Mantel